Aussendungen der APA-DeFacto
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23.06.2017

APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf [http://www.ots.at/politikerranking] (http://www.ots.at/politikerranking) kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 16.06.2017 bis 22.06.2017 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte. Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP). Kurz' Vorschlag, die Flüchtlingsroute über das Mittelmeer zu schließen, wurde von Bundeskanzler Kern in der „Presse“ als „populistischer Vollholler“ bezeichnet. Tirols Landeshauptmann Günther Platter kann diese ablehnende Haltung Kerns nicht nachvollziehen. Das Sterben im Mittelmeer müsse ein Ende haben, so Platter. Auch Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer betonte, Kurz' Vorschlag sei vernünftig und es brauche ein „konstruktives Miteinander“ und kein „Abqualifizieren“. Sebastian Kurz zeigte sich ebenso unbeeindruckt von der Kritik des Kanzlers und entgegnete im Gespräch mit dem „Kurier“, dass eine Schließung bei der Balkanroute auch funktioniert habe. Innenminister Wolfgang Sobotka hatte am Sonntag für „eine gemeinsame Regierungslinie“ in dieser Frage plädiert. Die Fronten blieben bis zuletzt aber verhärtet. Kurz ist davon überzeugt, dass sein Vorschlag auch von der EU übernommen werden wird und droht nun zusätzlich afrikanischen Staaten mit der Streichung der Entwicklungshilfe, sollten diese bei der Schließung der Mittelmeerroute nicht kooperieren. Kanzler Kern hingegen hat am Montag seine Kritik an der Forderung des Außenministers erneuert und verwies auf Probleme wie hohe Kosten, Terrorgefahr und die mögliche Destabilisierung Nordafrikas durch Flüchtlingszentren. Ähnliche Kritik an Außenminister Kurz kam am Montag vom deutschen SPD-Außenminister Sigmar Gabriel. Er widersprach Kurz bezüglich seiner Forderung nach Flüchtlingslagern in Libyen. Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich der NEOS-Vorsitzende Matthias Strolz auf Platz 9 im Ranking. Am Samstag fand in Wien die Regenbogenparade der Homosexuelleninitiative (Hosi) statt, an der zahlreiche Politiker teilnahmen. Zur abendlichen Schlusskundgebung vor dem Wiener Rathaus gab es unter anderem Redebeiträge von Bundeskanzler Christian Kern, der Grünen-Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek und auch von Matthias Strolz. Am Montag fand eine Sondersitzung zur Bildungsreform statt. In einem Dringlichen Antrag der NEOS die gescheiterte Bildungsreform betreffend, analysierten die Neos zuerst eine "Chronologie des Scheiterns", die "Gründe des Versagens" und die "fehlenden Eckpunkte der Reform". Strolz kritisiert besonders, dass die Bildungspolitik als "Partei- und Machtpolitik" begriffen werde. Selbst wenn ein Minimalkonsens beschlossen werde, brauche es dennoch eine Bildungswende. Strolz würde diese Reform gerne als Bildungsminister in der nächsten Regierung angehen. ...