Aussendungen der APA-DeFacto
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07.05.2019

„Ratten-Gedicht“ sorgt für Medienpräsenz

Wien (OTS) - Das aktuelle APA-DeFacto-Politikerranking, das monatlich die Berichterstattung von fünfzehn heimischen Tageszeitungen auswertet, weist Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im April 2019 abermals als meistgenannten Politiker Österreichs aus. Mit 1.388 Beiträgen verzeichnet der Bundeskanzler einen leichten Präsenzrückgang, bleibt aber deutlich vor FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache (797 Beiträge). Innenpolitisch trug vor allem die Berichterstattung rund um die Themen „Identitäre Bewegung“ und „Ratten-Gedicht“ zur medialen Präsenz der beiden Spitzenpolitiker bei. Auf internationaler Ebene brachten die Verschiebung des Brexit und der Staatsbesuch in China Aufmerksamkeit für Kurz. Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) belegt trotz eines Rückgangs von etwa 20 Prozent mit 523 Beiträgen den dritten Rang. Sein Parteikollege und FPÖ-Spitzenkandidat bei der Europawahl Harald Vilimsky, seit Jänner dieses Jahres erstmals wieder in den Top-20 vertreten, erlangt Platz 6. Das im Zuge des EU-Wahlkampfs geführte Interview in der ZIB2 mit Armin Wolf sorgte medial für große Aufmerksamkeit. Damit verzeichnet Vilimsky für den Monat April die höchste Medienpräsenz unter den österreichischen Spitzenkandidaten für die Wahl zum Europaparlament. Neben Vilimsky schaffen es noch Andreas Schieder (SPÖ, Platz 12, 230 Beiträge) und Othmar Karas (ÖVP, Platz 13, 226 Beiträge) in die Top-20. Die Spitzenkandidaten und -kandidatinnen der anderen Parteien, Werner Kogler (Die Grünen, Platz 25, 135 Beiträge), Claudia Gamon (NEOS, Platz 34, 114 Beiträge) und Johannes Voggenhuber (1Europa, Platz 49, 80 Beiträge) folgen mit Abstand. Bundespräsident Alexander Van der Bellen belegt den vierten Rang und war im April vorrangig durch sein Treffen mit FPÖ-Chef Strache in der Hofburg medial präsent. Dabei mahnte das Staatsoberhaupt im Zusammenhang mit der Causa „Ratten-Gedicht“ Verantwortung für den Zusammenhalt der Gesellschaft ein. Der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) forderte in dieser Sache eine Distanzierung der FPÖ – ein wesentlicher Grund für seinen Präsenzsprung um zehn Plätze auf Rang fünf. In den Top-20 finden sich mit Michael Ludwig (SPÖ, Wien), Hans Peter Doskozil (SPÖ, Burgenland), Peter Kaiser (SPÖ, Kärnten), Günther Platter (ÖVP, Tirol) und Johanna Mikl-Leitner (ÖVP, Niederösterreich) fünf weitere Landeshauptleute. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner (301 Beiträge) ist auf Platz 9 die präsenteste Stimme der Opposition, unter anderem durch ihren Brief an Bundespräsident Van der Bellen, bezugnehmend auf das umstrittene „Ratten-Gedicht“. Das Top-20 Ranking für April 2019 ist unter www.ots.at/politikerranking abrufbar. Das Ranking wurde von APA-DeFacto aufgrund der Anzahl der Beiträge mit namentlicher Erwähnung von Politikerinnen und Politikern in fünfzehn österreichischen Tageszeitungen für den Zeitraum von 1. bis 30. April 2019 erstellt. ...