Aussendungen der APA-DeFacto
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13.10.2017

APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf [http://www.ots.at/politikerranking] (http://www.ots.at/politikerranking) kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 06.10.2017 bis 12.10.2017 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte. Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche ÖVP-Obmann Sebastian Kurz. Nachdem die SPÖ letzten Donnerstag Verträge und Rechnungen in der Causa Silberstein offengelegt hatte, meldete sich der PR-Berater und ehemalige ÖVP-Pressesprecher Peter Puller im „Falter“ und der „Presse“ zu Wort und behauptete, dass ihm im Juli seitens der ÖVP 100.000 Euro angeboten worden seien, um Details über die Wahlkampagne der SPÖ zu verraten. Er sei zudem bereit, eine eidesstattliche Erklärung abzugeben – er habe nachweisbare Konversationen über ein darauffolgendes zweites Treffen mit der ÖVP, so Puller in der „Presse“. Gerald Fleischmann, aktueller Pressesprecher von Sebastian Kurz, bestätigte daraufhin, Puller zweimal getroffen zu haben, zuletzt im Juli auf seine Initiative. Er habe dem Gerücht nachgehen wollen, wonach Puller für die SPÖ und Silberstein arbeite. Geld sei Puller aber nicht angeboten worden, so Fleischmann. Mit den Worten „Das Maß ist voll, wir klagen“ kündigte ÖVP-Generalsekretärin Elisabeth Köstinger am Freitag in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz daraufhin eine Klage sowohl gegen die SPÖ als auch gegen Puller auf Unterlassung und Widerruf an, ebenso wegen übler Nachrede und Kreditschädigung. Christoph Matznetter, Bundesgeschäftsführer der SPÖ, ließ im Gegenzug am Freitag verlauten, bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft eine Anzeige wegen Bestechung und Auskundschaften von Betriebsgeheimnissen gegen die ÖVP eingebracht zu haben. Es bestehe Verdunkelungsgefahr, so Matznetter im Rahmen einer Pressekonferenz. ÖVP-Obmann Kurz ließ dann am Sonntag in der "Pressestunde" des ORF mit dem Vorschlag aufhorchen, Dirty Campaigning zu einem eigenen Straftatbestand machen zu wollen. Diese Forderung verlieh er auch am selben Abend in einem TV-Duell mit Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) und FPÖ-Parteiobmann Heinz-Christian Strache Nachdruck. Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich Bundespräsident Alexander van der Bellen auf Platz 12 im Ranking. Anfang der Woche meldet sich das Staatsoberhaupt anlässlich des zu Ende gehenden Wahlkampfs mahnend zu Wort. Bei einem Vortrag forderte Van der Bellen die Spitzenpolitiker dazu auf, auch an die Zeit nach der Wahl zu denken. Bei allem Verständnis für harte Auseinandersetzungen in einem Wahlkampf wolle er unmissverständlich festhalten: "Jeder Spitzenpolitiker hat auch in einem Wahlkampf die Verpflichtung, an die Zeit danach zu denken. Um das Vertrauen der Menschen in die Demokratie zu stärken, brauche es zwischen allen politischen Parteien ein Mindestmaß an Gesprächskultur, an gegenseitigem Respekt und an Verständnis für die Sichtweise des jeweils anderen. Unabhängig vom Wahlergebnis wird die Bundesregierung am Dienstag – der politischen Praxis entsprechend - dem Bundespräsidenten ihren Rücktritt anbieten. Van der Bellen wird diesen ablehnen und die Regierungsmitglieder bitten, die Geschäfte bis zur Angelobung der neuen Regierung fortzusetzen. ...