Aussendungen der APA-DeFacto
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29.07.2016

APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 22.07. bis 28.07.2016 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte. Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ). Der Bundeskanzler stattete am Dienstag Ungarns Premier Viktor Orban seinen Antrittsbesuch ab. "Wir haben ein neues Kapitel aufgeschlagen", sagte Kern nach einem Vieraugengespräch. Man wolle nicht die Fehler der Vergangenheit aufarbeiten, sondern "die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam meistern". Eines der Hauptthemen des Gesprächs war die bevorstehende österreichische Beteiligung am Schutz der ungarisch-serbischen Grenze, die mit 20 Polizisten laut Kern "sehr bald" beginnen soll. Es werde auch über eine Ausweitung nachgedacht, insbesondere eine Einbeziehung des Bundesheeres. Hierbei kann sich Kern etwa humanitäre Tätigkeiten bzw. Pionierleistungen wie Straßenbau vorstellen. Außerdem seien beide Seiten übereingekommen, NGOs einzubeziehen. In einem Interview mit den „Salzburger Nachrichten“ betonte Bundeskanzler Kern vergangene Woche auch muslimische Verbände künftig stärker bei der „Isolation radikaler Elemente“ einbeziehen zu wollen. „Sie müssen ihre Verantwortung wahrnehmen und ihren Beitrag leisten, auch zur Integration. Frauen nicht die Hand zu geben, geht nicht“, so Kern. Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich Team Stronach-Parteigründer Frank Stronach auf Platz zwei im Ranking. Im ORF-„Sommergespräch“ wiederholte der 83-Jährige seinen Entschluss, sich aus der Politik zurückzuziehen. Seinen Einstieg bereue er zwar nicht, ihm sei aber klar, dass nicht alles optimal gelaufen sei. Da er in Kanada lebe, sei er "nicht so oft hier gewesen, um die Leute besser kennenzulernen". Einige seien nur wegen des Geldes in der Partei gewesen. Für Gesprächsstoff sorgte auch die Analyse des Sommergesprächs von Politikwissenschaftler Peter Filzmaier in der ZIB 2. Dieser hatte Stronachs Antworten unter anderem als „wirr“ bezeichnet und nahe gelegt, dass die Zuseher Stronach für „plem-plem“ hielten. Der Parteigründer legte daraufhin Beschwerde bei der KommAustria ein. Stronachs Anwalt, Michael Krüger, sieht in den Aussagen Filzmaiers einen Verstoß gegen das ORF-Gesetz. ...