Aussendungen der APA-DeFacto
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25.05.2018

APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf [http://www.ots.at/politikerranking] (http://www.ots.at/politikerranking) kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 18.05.2018 bis 24.05.2018 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte. Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Zentrales Thema der Woche war die geplante Reform der Sozialversicherungsträger. Die Grundzüge wurden am Dienstag von Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) präsentiert. Konkret sollen die 21 Sozialversicherungsträger auf vier bis fünf reduziert werden. Die Regierung erhofft sich dadurch bis 2023 Einsparungen von einer Milliarde Euro. Für Sebastian Kurz handelt es sich um „eines der größten Reformprojekte in der Geschichte Österreichs“. Es gehe dabei nicht um eine Gesundheits-, sondern um eine Strukturreform. Deren Verlierer seien "definitiv die Vertreter des aufgeblähten Systems". Kritik an der Reform übten die drei Oppositionsparteien. SPÖ, NEOS und Liste Pilz warfen der Koalition vor, vor allem Machtinteressen zu verfolgen. SPÖ-Gesundheitssprecherin Pamela Rendi-Wagner konstatierte die "größte Umfärbeaktion der Zweiten Republik". Die NEOS sprachen von einen "Marketing-Gag", die Liste Pilz fürchtet Leistungseinschränkungen für die Versicherten. Kritik kam auch vom ÖGB. Der scheidende Präsident Erich Foglar fand deutliche Worte: Noch nie in der Zweiten Republik habe es eine Regierung gegeben, die so klar und ungeniert eine "Regierung der Industriebosse" sei. Der Regierungschef zeigte sich im Puls4-Sommergespräch von der Kritik unbeeindruckt. Es sei "legitim, dass gewisse Interessengruppen ihre Interessen wahren. Ich bin denen aber nicht verpflichtet, die dort ihre Jobs und Funktionen haben, ich fühle mich den Österreicherinnen und Österreichern verpflichtet“, so Kurz. Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer auf Position sechs im Ranking. Vergangene Woche wurde der 45-jährige Wiener zum Nachfolger von Christoph Leitl an der Spitze der Wirtschaftskammer bestellt. Er wolle als „Innovator“ an seine Aufgabe herangehen, sagte der neue Kammerchef in seiner Antrittsrede. Unter anderem gehe es dabei um die große Frage der digitalen Transformation. Sehr dringend sei auch eine Lösung bei der Arbeitszeitflexibilisierung. Die Sozialpartner sollen sich um die großen Zukunftsfragen kümmern, „sachlich und ohne Polemik“. Vorschusslorbeeren streute Mahrer seinen Kollegen in der Arbeiterkammer und im ÖGB. Er erwarte sich aber ein „Ende des Bashings der Arbeitgeber“. Man könne verschiedene Ansichten in Sachfragen auch „ohne Gräuelpropaganda“ diskutieren, so Mahrer. ...