Aussendungen der APA-DeFacto
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22.07.2016

APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 15.07. bis 21.07.2016 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte. Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ). Zentrales Thema der politischen Berichterstattung war u.a. der gescheiterte Putschversuch in der Türkei bzw. die daraus resultierende Andeutung des türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan, die Todesstrafe wieder einführen zu wollen. Für Bundeskanzler Kern wäre dies mit einem EU-Beitritt der Türkei nicht vereinbar. Er appellierte an Ankara, sich nicht von rechtsstaatlichen Prinzipien zu verabschieden. Gleichzeitig betonte Kern, dass man die Türkei als „stabilen Partner“ brauche. Kritik übte der Bundeskanzler an der Form der Kundgebungen für den türkischen Präsidenten Erdogan in Österreich: „Man muss mit einem gewissen Unbehagen sehen, wenn hier politische und religiöse Motive vermischt werden. Das sind wir nicht gewohnt, das passt nicht zu unserer politischen Kultur“, so Kern, der Gespräche mit islamischen Verbänden in Österreich führen will. Der Kanzler betonte, er wolle muslimische Vertreter einladen und „diskutieren, wie man zu einem ruhigen, vernünftigen Umgang“ kommen könne. Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) auf Platz acht im Ranking. Rupprechter kündigte am Montag ein neues EU-Hilfsprogramm für Milchbauern in der Höhe von über 500 Mio. Euro an. Ziel sei die Reduktion der österreichischen Milchproduktion im vierten Quartal 2016 um zehn Prozent. Zudem soll laut Rupprechter eine Landwirtschaftskammer nach dem Vorbild der Bundeslandwirtschaftskammer eingerichtet werden. Dies hat der Minister im Ö1-Mittagsjournal angekündigt. Rupprechter wünscht sich „eine schlanke Vertretung auf Bundesebene“. Über die Kosten und Finanzierung der Bundeslandwirtschaftskammer zu reden, sei aber „noch verfrüht“, so der Minister. Kritik übte Rupprechter an der Form der Lebensmittelkennzeichnung in der Gastronomie und bezeichnete diese als „Buchstabensalat“. „Wir haben die EU-Verordnung in Österreich in einer Form umgesetzt, wie es nicht notwendig ist“, so der Landwirtschaftsminister. Ihn störe, dass dadurch vermittelt werde, Essen „könnte schädlich sein“. ...